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2023-06-23T15:17:43+03:00
Ana Sayfa Dünya 23 Haziran 2023 65 Görüntüleme

Unwetterfolgen in Hessen: ICE-Strecke von Kassel-Wilhelmshöhe nach Göttingen wieder frei | hessenschau.de


Die Nachwirkungen des extremen Unwetters über Hessen sind am Freitag zu spüren. Vor allem Kassel hat es erwischt: Die Schule fällt aus, der Verkehr ist noch empfindlich gestört. Auch in Frankfurt mussten Menschen in Zügen übernachten.

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Schweres Unwetter über Nordhessen


hessenschau vom 22.06.2023

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Nach dem schweren Unwetter mit orkanartigen Böen, Regen und Hagel kommt es am Freitag noch immer zu Beeinträchtigungen im Nah- und Fernverkehr. Vor allem in Nordhessen ist noch mit längeren Störungen zu rechnen.

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hessenschau extra

Der hr sendet heute Abend um 20.15 Uhr ein hessenschau extra: “Starkregen, Hagel, Orkane: Hessen im Unwetter”. Moderation: Caudia Schick. hessenschau.de überträgt die Sendung im Livestream.

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Die ICE-Strecke von Kassel-Wilhelmshöhe nach Göttingen sei wieder frei, teilte eine Bahnsprecherin am Freitagmittag mit. Sie war nach dem Unwetter komplett gesperrt gewesen und am Morgen eingleisig freigegeben worden. Es könne aber weiterhin Verspätungen geben.

Die Strecke zwischen dem Kasseler Hauptbahnhof und Göttingen sei dagegen weiterhin gesperrt. Die Strecke Fulda-Bebra sei nur eingleisig befahrbar.

Auch auf anderen Bahnstrecken in Hessen gibt es noch Probleme: ICE-Züge zwischen Kiel/Hamburg und Stuttgart/Basel werden zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Frankfurt umgeleitet. Der Halt in Fulda entfällt.

NVV: Hangrutsch, gesperrte Strecken und Verspätungen

Zudem berichtete der Nordhessische Verkehrsverbund NVV von größeren Auswirkungen auf den Öffentlichen Personennahverkehr. So sei die Bahnstrecke zwischen Kassel Hauptbahnhof und Staufenberg-Speele derzeit noch gesperrt, teilte ein Sprecher am Freitagmittag mit.

Auch im Fuldatal könne es zu Verspätungen und Zugausfällen kommen, dort liefen noch Entstörungsarbeiten an der Bahnstrecke zwischen Melsungen und Körle. Die Bahnstrecke zwischen Korbach und Brilon sei am Vormittag wegen eines Baums im Gleis gesperrt worden.

Bei den RegioTramlinien zwischen Kassel und Hofgeismar, Kassel und Wolfhagen sowie Kassel und Melsungen könne es noch zu Fahrplanabweichungen kommen. Der Busverkehr im NVV-Gebiet verlaufe weitgehend planmäßig. Im Schwalm-Eder-Kreis habe es allerdings einen Hangrutsch zwischen Homberg und Malsfeld gegeben.

Bis zum Abschluss der Aufräumarbeiten an der betroffenen Straße könne es zu Einschränkungen im Busverkehr kommen, so der Sprecher. Im Laufe des Tages sollten alle Störungen behoben sein.

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Unwetterfolgen in Hessen


Wasser steht nach einem Unwetter auf der Wilhelmshöher Allee.

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Im Rhein-Main-Verkehrsverbund RMV kommt es auf den Linien S1, S2, RE20, RB21 und RB22 zu Ausfällen und Verspätungen. Die Linie S2 fährt nur im 30-Minuten-Takt von Dietzenbach bis Frankfurt-Griesheim und von Niedernhausen bis Kriftel. Zwischen Frankfurt-Höchst und Kriftel fährt ein Ersatzbus. Zudem verkehrt ein Busnotverkehr zwischen Frankfurt-Höchst und Hofheim (Taunus). 

Die Linie S5 fährt nur von Frankfurt bis Oberursel (Hochtaunus), die Halte Friedrichsdorf und Bad Homburg entfallen. Reisende werden gebeten, sich vor der Fahrt über ihre Verbindungen zu informieren.

Wetterlage beruhigt sich

Auch am Freitagvormittag gab es vor allem im Norden und Osten noch Regen und teils stürmische Windböen. Laut hr-Wetterredaktion wird es aber von Südwesten her freundlicher und es kommt nur noch vereinzelt zu Schauern. Unwetterwarnungen gab es am Vormittag nicht.

Warnsystem rund um Kassel ausgelöst

Das sah am Vortag noch anders aus: Das Unwetter zog von Donnerstagnachmittag an über Hessen und traf insbesondere Stadt und Kreis Kassel. Gegen 16.30 Uhr wurde es an diesem schwül-heißen Sommertag plötzlich dunkel, orkanartige Böen, Regen und Hagel peitschten über Straßen, Grünanlagen und Häuser.

Das erst im Dezember bundesweit getestete Warnsystem Cell Broadcast löste Alarm auf den Handys vieler Menschen aus.

In Nordhessen prasselten erhebliche Regenmengen vom Himmel. Nach Messungen des Deutschen Wetterdienstes war die Niederschlagsmenge in Wolfhagen (Kassel) am höchsten. Dort fielen 62 Liter Regen pro Quadratmeter, ebenso in Battenberg (Waldeck-Frankenberg). In Wesertal (Kassel) waren es 58 Liter pro Quadratmeter.

Passagiere übernachten in Zügen

Binnen Minuten wurden Äste von Bäumen abgeknickt und sogar Bäume entwurzelt. Dächer wurden abgedeckt, Scheiben gingen zu Bruch, Keller liefen voll. Autos konnten wegen überfluteter Straßen nicht weiterfahren, Busse und Straßenbahnen stellten vorübergehend den Verkehr ein.

Am ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe regnete es durch das Dach auf Gleise und Bahnsteige. Die ICE-Strecke Fulda-Kassel-Göttingen wurde vorübergehend gesperrt. “ICE/IC-Züge aus Richtung Süden enden in Frankfurt, und ICE/IC-Züge aus Richtung Norden enden und beginnen in Hannover”, teilte die Bahn mit.

Für gestrandete Reisende stellte die Bahn in Kassel Aufenthaltszüge zur Verfügung. Draußen vor dem Bahnhof stand manchen das Wasser bis zu den Knien. Auch am Hauptbahnhof in Frankfurt wurden nach Angaben einer Bahnsprecherin Züge zur Übernachtung für gestrandete Passagiere bereitgestellt.

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Unwetter-Bilder: Verwüstungen rund um Kassel

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Oberbürgermeister: “Unwetter hatte große Wucht”

“Das Unwetter hatte eine große Wucht und dementsprechend sind auch die Folgen”, sagte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (parteilos) am Donnerstagabend.

Von 16 bis 22 Uhr gingen bei der Leitstelle für Stadt und Landkreis Kassel mehr als 1.100 Notrufe ein, berichtete das hessische Innenministerium. “Da zeitweise alle 70 verfügbaren Notrufkanäle gleichzeitig belegt waren, wurden auch Notrufe von Kassel zu den Vertretungsleitstellen nach Fulda und Gießen durchgestellt”, teilte die Stadt Kassel mit.


Diese Bäume knickten in Ahnatal im Kreis Kassel um.

Ministerpräsident dankt Einsatzkräften

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Innenminister Peter Beuth (beide CDU) dankten am Freitag den tausenden Einsatzkräften, die sich um die Beseitigung der Unwetterschäden kümmerten.

“Wir sind heute einfach nur froh, dass bei den Unwettern offenbar kein Mensch in Hessen lebensgefährlich zu Schaden gekommen ist”, so Rhein und Beuth.

Schulen in Kassel am Freitag geschlossen

Mit einem Normalbetrieb rechnet die Stadt Kassel frühestens am späten Freitagnachmittag. Als Verantwortlicher für den Katastrophenschutz ordnete Oberbürgermeister Geselle an, dass sämtliche Schulen am Freitag in Kassel geschlossen bleiben. Für Grundschüler und Kita-Kinder sei eine Notbetreuung gewährleistet.

Probleme bei der Kinderbetreuung gibt es am Freitag beispielsweise auch in Niestetal im Kreis Kassel. Hier drang während des Unwetters Wasser in fünf Kindergärten ein.


Ein Kindergarten in Niestetal unter Wasser.

Weitere Unwetter-Einsätze in Hessen

In anderen Teilen Hessens gab es ebenfalls Unwetter-Einsätze: auch dort überflutete Straßen, umgestürzte Verkehrsschilder und Bäume, abgedeckte Dächer.

Im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis hat das Unwetter seit Donnerstagnachmittag zu zahlreichen Einsätzen geführt. Die Polizei berichtete am Freitagmorgen von umgestürzten Bäumen, herumliegenden Ästen, Überschwemmungen durch schlagartig einsetzende Regenfälle sowie von herumfliegenden Gegenständen im gesamten Schwalm-Eder-Kreis.

Es sei zu kurzfristigen Behinderungen im Straßenverkehr, aber auch zu länger anhaltenden Straßensperrungen gekommen, die zum Teil noch andauerten, hieß es in einer Mitteilung. Zwischen Lengemannsau und Homberg kam es demnach zu einem Erdrutsch, der zu einer länger andauernden Straßensperrung führte. Im Bereich Melsungen wurden mindestens drei Fahrzeuge durch herabfallende Äste beziehungsweise umgeknickte Bäume beschädigt. Auch das Dach eines Wohnhauses sei beschädigt worden.

Im Rhein-Main-Gebiet wurde die Bahnstrecke Frankfurt-Mainz-Wiesbaden vorübergehend gesperrt. Am Frankfurter Flughafen gab es Annullierungen, laut Internetseite des Airports aber hauptsächlich bei den Ankünften.

Die Hessische Luftaufsicht teilte mit, dass am Flughafen in Folge des Unwetters insgesamt 27 Flugzeuge ausnahmsweise nach 23 Uhr starten oder landen durften. Normalerweise gilt dort ein Nachtflugverbot.


Die Unwetterfront am Donnerstag über der Frankfurter Skyline hat dpa-Fotograf Arne Dedert festgehalten.

Frankfurt: Bäume auf A66 gestürzt

Die Feuerwehr Frankfurt schrieb auf Twitter: “Auch uns hat das heutige Unwetter getroffen, seit 18.30 Uhr sind wir insbesondere in den westlichen Stadtteilen zu vielen Einsatzstellen unterwegs.” Auf die A66 seien Bäume gestürzt, betroffen sei der Verkehr nach Wiesbaden wie nach Frankfurt.

Allein in einer Stunde seien in Frankfurt gut 45 Einsätze abgearbeitet worden. Überwiegend seien aufgrund des Windes Bäume umgestürzt und Äste abgebrochen.

In Hattersheim (Main-Taunus) gab es knapp 100 Einsätze der Feuerwehr. Durch das Unwetter waren am Donnerstagabend zahlreiche Bäume auf Häuser und Autos gestürzt, wie die Feuerwehr mitteilte. Ebenso wurden zahlreiche Dächer beschädigt. Der Deutsche Wetterdienst prüft anhand von Radarbildern, ob sich dort möglicherweise ein Tornado gebildet hatte – ebenso im nordhessischen Waldeck.

Feuerwehr Wiesbaden: “Spur der Verwüstung”

Die Feuerwehr Wiesbaden sprach nach dem Unwetter von einer “Spur der Verwüstung” in der Landeshauptstadt. “Viele umgestürzte Bäume in und um Wiesbaden und zahlreiche Keller und Unterführungen, welche voll Wasser standen, mussten durch die Feuerwehr abgearbeitet werden.”

Zeitweise seien fast alle Freiwilligen Feuerwehren der Stadt im Einsatz gewesen.

Nasse Keller in Gießen, umgefallene Bäume in Offenbach

Laut Polizeipräsidium Darmstadt fielen im Raum Kelsterbach (Groß-Gerau) Dachziegel auf einige geparkte Autos. Auch stürzten mehrere Bäume um, Äste krachten auf Straßen.

Das Polizeipräsidium Gießen berichtete von einigen vollgelaufenen Kellern und das Polizeipräsidium Offenbach von mehreren umgefallenen Bäumen. Ähnliches berichtete die Feuerwehr in Oberursel (Hochtaunus) – sie zählte elf Einsätze wegen Sturmschäden.

Das hr-fernsehen sendet am Freitag um 20.15 Uhr ein hessenschau extra zu den Folgen des Unwetters.

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