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2023-12-05T10:18:07+03:00
Ana Sayfa Gündem 5 Aralık 2023 59 Görüntüleme

Streusalz: Hier droht Bußgeld und Schäden



Grundstücksbesitzer lassen von Streusalz am besten die Finger. Das beliebte Streugut schadet nämlich Hecken, Bäumen und Beeten. Welche Alternativen gibt es?

Zwar ist Streusalz für den Privatgebrauch verboten, dennoch gibt es das Streugut weiterhin zu kaufen. Darüber hinaus greifen viele Kommunen zu diesem Mittel, um glatte Flächen schnell sicherer zu machen. Dabei missachten sie, dass es sich um ein für Pflanzen und Tiere äußerst schädliches Mittel handelt.

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Streusalz für Privatanwender verboten

“Zu empfehlen ist, Streusalz nur dort einzusetzen, wo der Verkehr ohne Salz einer wesentlich höheren Gefahr ausgesetzt wäre. Alternative Verfahren wie beispielsweise das Räumen und der Einsatz von Splitt sowie generell eine Verringerung der Salzmenge durch die Umstellung auf Feuchtsalz mit modernen Ausbringtechniken sind zu favorisieren”, erklärt der Bund deutscher Baumschulen (BdB). Auch das Bundesumweltministerium weist auf die schädlichen Nebenwirkungen für Bäume, Gewässer, Fahrzeuge und Bauwerke hin.

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Das Umweltministerium empfiehlt salzfreie, abstumpfende Streumittel mit dem Blauen Engel. Abstumpfende Mittel schmelzen Eis und Schnee nicht ab, sondern erhöhen die Griffigkeit der Fläche, indem sie sich mit der glatten Oberfläche verzahnen. Für diesen Zweck sind vor allem gebrochene Gesteine – also Splitt oder bestimmte Spezialsande – gut geeignet. Sie bleiben nach der Schneeschmelze liegen und können dann einfach aufgekehrt werden.

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Holzspäne eignen sich nicht als Streumittel. Das Material saugt Feuchtigkeit auf. Sobald die Temperaturen wieder ausreichend niedrig sind, friert es somit fest und mindert dadurch nicht die Rutschgefahr.

Gartenschäden durch Streusalz

Streusalz hingegen gelangt zusammen mit dem Schmelzwasser in den Boden. Pflanzen nehmen es dann über die Wurzeln auf. Die typischen Symptome für Streusalzschäden ähneln stark denen von Trocknungsschäden. Betroffene Pflanzen zeigen braune und gekräuselte Zweigspitzen, an den Blättern bilden sich sogenannte Randnekrosen – ihr Rand wird braun. Hinzu kommen meist ein verspäteter Austrieb und kümmerlicher Wuchs. Im ungünstigsten Fall droht sogar das Absterben der Pflanzen. Schon aus eigenem Interesse sollten Gartenbesitzer also auf den Einsatz von Streusalz verzichten.

Vor allem Hecken, Büsche und Bäume in Straßennähe bleiben aber weiterhin gefährdet, wenn die kommunalen Räumdienste Streusalz einsetzen. “Die einzige Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist, die Pflanzen sehr ausgiebig zu wässern, sobald der Boden offen ist”, rät der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). “Streusalz wirkt ähnlich wie eine Überdüngung. Die Pflanze erhält zu viele Nährstoffe. Dadurch wird ihr Wasser entzogen.”

Nicht alle Pflanzen reagieren auf Streusalz gleich empfindlich

Bei Neuanpflanzungen in Straßennähe sollten Sie auf möglichst robuste Sorten zurückgreifen. Denn nicht alle Pflanzen reagieren gleich empfindlich. Nadelgehölze wie Thuja oder Koniferen beispielsweise nehmen unerwünschte Nährstoffzufuhr besonders übel. Laut BdB haben sich einige Bäume und Hecken als besonders robust gegen Streusalz erwiesen. Der Verband empfiehlt vor allem folgende Sorten:

  • Feldahorn (Acer campestre)
  • Schwarzerle (Alnus glutinosa)
  • Erbsenstrauch (Caragana arborescen)
  • Blasenstrauch (Colutea arborescens)
  • Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)
  • Schwarzkiefer (Pinus nigra)
  • verschiedene Eichenarten (Quercus)
  • Alpenjohannisbeere (Ribes alpinum Schmidt)
  • Wildrose (Rosa rugosa)
  • Frühlings-Tamariske (Tamarix parviflora)

Pflanzen auch im Winter wässern

Übrigens muss nicht nur zur Vermeidung von Salzschäden auch im Winter gegossen werden. Immergrüne Topfpflanzen, die im Freien stehen, brauchen in der frostfreien Zeit ebenfalls ausreichend Wasser. Bambus, Buchsbaum, Kirschlorbeer, Rhododendron und Co. verdunsten über die Blätter permanent Wasser, erläutert die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Vor allem an sonnigen Tagen und bei starkem Wind benötigen sie dann mehr Wasser, als über den Regen nachkommen kann. Besonders viel Durst haben Pflanzen, die im Trockenen stehen, etwa unter Dachvorsprüngen.

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